Ich möchte für meine Bestattung vorsorgen – was ist zu tun?

Ob im Rahmen der finanziellen Absicherung oder aufgrund einer schweren Krankheit die Planung des eigenen Abschieds zeigt ein hohes Verantwortungsbewusstsein.

Den eigenen Abschied zu planen und sich mit seiner Endlichkeit zu beschäftigen, hat etwas beruhigendes. Der Tod ist nicht mehr etwas, was einem passiert, als Beifahrer im Auto seines Lebens. Die eigen Bestattung zu planen ist nicht nur verantwortungsbewusst, sondern schafft auch Klarheit für Familie und Freunde. Man sitzt am Steuer und ist vorbereitet.  

Eine gute Vorbereitung wird Ihnen und ihrer Familie beim Eintritt des Todes helfen und Raum schaffen für das Wesentliche – Die Zeit der Abschiednahme und Trauer. Die Zeit kurz vor und nach dem Tod ist sehr besonders und dieser einmalige Abschied sollte bewusst erlebt werden. 

Der Tod kommt nie gelegen, eine gute Vorbereitung kann Gewissheit schaffen und nimmt dem Tod ein wenig den Schrecken. 

Gemeinsam in Dialog gehen – sich mit der eigenen Sterblichkeit und dem Ableben auseinander zu setzen ist keine Einbahnstraße. Sprechen sie mit ihren Liebsten darüber. 

Neben ihren eigenen Wünschen und Vorstellung, ist es auch wichtig zu schauen, was die eigenen Wegbegleiter brauchen.  Ist es Ihnen wichtig einen Ort zu haben, zu dem sie zum Trauern gehen können? Was für einen Abschied brauchen sie, um wieder zurück ins Leben zu finden?

Wir helfen Ihnen und besprechen gerne alle Möglichkeiten und Rahmenbedingungen mit Ihnen. 

Im Folgenden werden wir Sie Antworten auf die wichtigsten Fragen einer Vorsorgevereinbarung haben und auf der ausgedruckten Vorsorgeerklärung die wichtigsten Themen für ihre Angehörigen festgehalten haben.

1.Wie setze ich ein Testament und das Vorsorge Dokumente auf?

Wenn man beginnt sich mit seinem Lebensende zu beschäftigen, sollte man in jedem Fall ein Testament aufsetzen, welches den Umgang mit dem eigenen Vermögen regelt. Folgende Fragen, helfen dabei sich zu orientieren, was einem für die eigene Bestattung und Vorsorge wichtig ist:

  • Wie möchte ich bestattet werden?
  • Wo möchte ich bestattet werden?
  • Wie stelle ich mir meine Trauerfeier vor?
  • Was ist mir wichtig?
  • Was ist meiner Familie und Freunden wichtig? Beim Ort der Grabstätte sollte auch Rücksicht darauf genommen werden, was die Angehörigen sich wünschen. Ist der Beisetzungsort die Ostsee und braucht aber die Ehefrau einen Ort zum trauern in der Nähe mit Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr?

Innerhalb eines Vorsorgevertrags können alle Wünsche und Vorstellungen festgehalten werden. Wir beraten Sie gerne, welche Möglichkeiten es gibt, auch innerhalb der Nachbarländer, wie z.B der Umgang mit der Urne.

2. Welche Vorsorgearten für Bestattungen gibt es?

Die Sterbegeldversicherung

Für wen kann eine Sterbegeldversicherung sinnvoll sein?

Bei einer Sterbegeldversicherung zahlt man einen geringen monatlichen Beitrag und spart so auf einen Betrag hin, der für die eigene Bestattung genutzt wird.

Eine Sterbegeldversicherung empfiehlt sich preislich vor allem für jüngere Menschen, da hier die Beiträge erschwinglich sind und mit dem Alter steigen. 

Auch für Menschen mit kleinerem Einkommen kann die Sterbegeldversicherung interessant sein, denn die monatlichen Kosten bleiben vergleichsweise gering. In der Regel gibt es vorab keine Gesundheitsprüfung.

Verbraucherschützer kritisieren die Möglichkeit der Überzahlung. In dem Fall würden die Angehörigen weniger Geld ausgezahlt bekommen, als Sie angespart haben. Dies hängt davon ab, wie lange nach dem Abschluss sie versterben. 

Die Beiträge für Menschen unter 50 Jahren sind zwar realtiv niedrig, andere Sparformen sind meistens jedoch ökonomischer.

Treuhandkonto für die Bestattungskosten

Für wen macht der Vorsorgevertrag mit Hilfe eines Treuhandkontos Sinn? Bei dieser Vorsorgeart schließt man einem Vertrag über einen gewissen Betrag ab. Die Summe deckt die späteren Bestattungskosten. Anders als bei der Sterbegeldversicherung, zahlt man keinen monatlichen Betrag, sondern entscheidet sich von vornherein für die Summe, die für die Wunschbestattung genutzt werden soll. Das Geld ist geschützt und wird von einem Dritten sicher verwaltet. Im Falle des Ablebens wird die Summe an den Bestatter ausgezahlt.

3. Wie soll die Abschiedsfeier gestaltet werden?

Wenn das Leben des verstorbenen Menschen laut gewesen ist, dann darf es der Abschied auch sein. Wir sagen Abschiedsfeier und nicht Trauerfeier. Zum Abschied gehört zwar Trauer, aber auch so viele andere Emotionen. 

  • Welche Musik darf gespielt werden? Wenn Sie Heavy Metal lieben, warum sollte auf ihrer Abschiedsfeier etwas anderes gespielt werden?
  • Welche Dekoration gefällt ihnen?
  • Was sind ihre Lieblingsblumen?
  • Welche Location sagt Ihnen zu?
  • Möchten Sie, das jemand bestimmtes die Rede hält? – Wohl möglich sie selbst und wir nehmen einen Video von Ihnen auf?
  • Welche Andenken könnten Ihren Angehörigen und Freunden eine Freude machen? Wir geben den Angehörigen und Besuchern der Abschiedsfeier gerne Andenken mit. Das können Blumen, Fotos oder Dinge aus ihrer privaten Sammlung sein.

4. Was kann gemeinsam vorbereitet werden?

Als Bestattungsunternehmen, dass den besonderen Abschied liebt, unterstützen wir sie in allen Überlegungen. Es gibt so viel mehr Möglichkeiten, als nur die traditionelle Friedhofsbestattung. Erzählen Sie uns von ihrem Leben und wir beraten sie, welche Form der Bestattung und Abschiedsfeier Ihnen gefallen könnte. Hier sind einige Inspirationen, welche Angelegenheiten für die Angehörigen vorbereitet werden können.

  • Trauerfeier planen.
  • Sammlung auflösen: Sollten Sie bestimmte Objekte sammeln (z.B. Kunst, Briefmarken, Autos) so ist es unserer Erfahrung nach eine schöne Geste, bei der Abschiedsfeier den Trauergästen Unikate aus dieser Sammlung mitzugeben. Dies ist eine schöne und individuelle Erinnerung und kann helfen, sich an die verstorbene Person zu erinnern.
  • Kleine Briefe für Lebensereignisse der Kinder oder (Ur-)Enkel: Insbesondere für Enkel oder Urenkel ist das schönste Lebensweisheiten und Ratschläge zu hinterlassen. Zum Geburtstag, Zur Hochzeit, oder zur Geburt des ersten Kindes können Briefe hinterlassen werden, die in der Zukunft geöffnet werden.
  • Persönliche Texte zum Abschied: Den wichtigten Angehörigen können auf der Abschiedsfeier persönliche Nachrichten ausghändigt werden.
  • Eine Abschiedsreise: Organisieren sie die Bestattung an einem exotischen Ort und hinterlegen sie vorab die Reisekosten für ihre Angehörigen.

Ein besonderer Abschied dient nicht nur der verstorbenen Person, viel wichtiger ist der richtige Abschied für die Angehörigen. Je besser diese trauern können, desto einfacher finden sie wieder ins Leben zurück.

Schallplattensammlung verteilen

Es kann schon zu Lebzeiten bestimmt werden, welcher Angehörige welche Platte bei der Trauerfeier als Erinnerung überreicht bekommt.

5. Was kostet die Bestattungsvorsorge?

Die Kosten für die Vorsorge der Bestattung hängen ab von der geplanten Bestattungsart und Abschiedszeremonie. Wenn eine schlichte und anonyme Bestattung ohne große Abschiedsfeier gewählt ist, dann kann aktuell eine Vorsorge für unter 4.000 Euro abgeschlossen werden. Eine Sargbestattung oder Verstreuung der Asche im Ausland kann über 10.000 Euro kosten insbesondere dann, wenn eine große Abschiedsfeier geplant ist. 

6. Welche Dokumente werden benötigt?

Diese Dokumente werden zeitnah nach dem Todeseintritt benötigt und der Verwahrort kann vorab in Erfahrung gebracht werden:

  • Organspendeausweis 
  • Bei Ledigen: Geburtsurkunde, Personalausweis.
  • Bei Verheirateten: Heiratsurkunde und das Familienbuch, Personalausweis.
  • Bei Verwitweten: Heiratsurkunde und das Familienbuch, amtl. Nachweis über den Tod des Ehepartners (Sterbeurkunde), Personalausweis.
  • Bei Geschiedenen: Heiratsurkunde und das Familienbuch, Nachweis über rechtskräftige Scheidung, Personalausweis.
  • Bei Kindern: Geburtsurkunde, Heiratsurkunde oder Familienbuch der Eltern.

Den Papierkram vorher erledigen

Und somit beim Ableben mehr Zeit zum Trauern haben

Gibt es ein Testament oder einen letzten Willen?

  • Bestattungsart und Bestattungsort sollten nach dem eigenen Willen formuliert sein.
  • Beim Ort des Grabes sollte aber auch Rücksicht darauf genommen werden, was die Angehörigen sich wünschen. Ist das Grab in der Ostsee und braucht aber die Ehefrau einen Ort zum trauern in der Nähe mit Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr?

Wir kümmern wir uns gerne um die Abmeldung und den Papierkram bei diversen Dienstleistern und Vertragspartnern nach dem Tod. Hierfür werden wir folgende Unterlagen:

  • Renten- und Pensionsbescheide
  • Krankenversicherungskarte
  • Unterlagen zu Gewerkschaftsmitgliedschaft, über Zusatzrenten vom Versorgungs- und Ausgleichsamt, Blindengeld, Wohngeld, etc.
  • GEZ Nummer
  • Telefonverträge, Anschlussnummer Telefon
  • Versicherungen (Haftpflicht, Rechtsschutz etc.)